Schutz für das Historische Archiv am Eifelwall in Köln.

Köln – Im Herbst 2019 kamen die Täter, rissen Kupferleitungen heraus und zerstörten außerdem Leitungen der Druckluftzentrale. Öl wurde auf dem fertigen Estrichboden verschüttet. Auf der Baustelle des Historischen Archivs am Eifelwall entsteht Europas modernstes kommunales Archiv, in dem die Schätze aus Kölns 2000-jähriger Geschichte nach dem Einsturztrauma von 2009 eine neue Heimat bekommen sollen.

Nach dem Vorfall am Eifelwall forderte die FDP, auch auf Großbaustellen der Stadt Köln Videoüberwachung einzusetzen.

Zum Teil wird dies auch schon umgesetzt, etwa an der Kaiserin-Theophanu-Schule in Kalk und der Theodor-Heuss-Schule in Sülz. Dort – wie auch auf den Baustellen Domforum und „Wallarkaden“ am Rudolfplatz – stehen mobile Videoüberwachungstürme der Firma „Bauwatch“ aus Ratingen.

„Wir sind seit drei Jahren in Deutschland aktiv und erleben eine rasant steigende Nachfrage“, sagt Geschäftsführer Florian Rinck. Inzwischen habe man 1600 Videoüberwachungsanlagen im Einsatz, diese führten zu mehr als 550 Verhaftungen im Jahr.

Überwachung per Video günstig und effektiv

„Wir bieten eine Lösung für ein Problem an, das es auf Baustellen schon immer gab“, erklärt Rinck. Im Gegensatz zu einer sehr kostenintensiven 24-Stunden-Überwachung durch Wachpersonal sei Videoüberwachung günstig und effektiv. Zum einen würden potenzielle Diebe durch die Kameras abgeschreckt, zum anderen ließen sich damit nachts Diebe vertreiben. Das funktioniere so: Nach Schichtende werden die Kameras in den Alarmmodus scharf geschaltet. Werden auf der Baustelle Bewegungen registriert – für den Einsatz im Dunkeln können auch Wärmebildkameras genutzt werden –, prüft eine Software, ob ein Alarmierungsgrund vorliegt. Falls ja, wird die Leitstelle alarmiert, die rund um die Uhr besetzt ist.

Laut Stadt kostet die 24-Stunden-Bewachung am Eifelwall 37 000 Euro im Monat. Für drei Videotürme werden rund 2000 Euro fällig. Die Türme schlagen Alarm, wenn die Stromzufuhr gekappt wird, dank Akkus können sie bis zu 48 Stunden autark operieren. „Unser Hauptgeschäft sind private Bauherren. Aber die Anfragen von Kommunen nehmen stark zu“, so Rinck, von BauWatch.


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