Holz und Architekturplan auf der Baustelle

Wohnungsbauzahlen sinken

2021 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts weniger als 300.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt. Rund 293.400 waren es am Jahresende, und damit 4,2 % weniger als im Vorjahr. Die Gründe liegen nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) nicht zuletzt bei der Coronapandemie und ihren Folgen. Lieferengpässe, Materialknappheiten und hohe Auslastung auf der einen Seite, auf Seiten der Bauherren allgemein „unsichere Zeiten“, unklare Förderbedingungen, steigende Preise und Zinsen: Das schwierige Umfeld verspricht tatsächlich zunächst keine Besserung.

Das zeigen auch die kurzfristigen Zahlen – im März lag die Anzahl der Baugenehmigungen 8,9 % unter dem Vormonat – und der Bauüberhang von 847.000 zwar genehmigten, aber nicht gebauten Wohnungen

Baugewerbe verlangt Weichenstellungen der Politik

Die Zahlen lassen vermuten, dass das Ziel der Bundesregierung von jährlich 400.000 gebauten Wohnungen auch in diesem Jahr verfehlt wird. Tim Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), verlangt vor dem Hintergrund einen „Planungs- und Genehmigungsbooster“.

Die Politik arbeitet nach Worten von Bauministerin Klara Geywitz im „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ daran, Genehmigungs- und Planungsprozesse zu digitalisieren, die Bedingungen für seriellen Bau zu erleichtern und die 16 verschiedenen Landesbauverordnungen zu harmonisieren. Dies soll die Bedingungen für Bauherren verbessern. „Um mehr Stabilität im Wohnungsmarkt zu bekommen, brauchen wir solide und dauerhafte Rahmenbedingungen und kein Förderchaos“, betont hingegen ZDB-Hauptgeschäftsführer Pakleppa, und ergänzt: „Wir brauchen vor allem eine auskömmliche Förderung der von der Bundesregierung intendierten neuen energetischen Standards.“

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