Intelligentes Holz könnte der urbane Baustoff der Zukunft werden.

Wiederentdeckung Holz: Vorteile gegenüber modernen Baustoffen

Während heutzutage vor allem auf Zement bzw. Beton als Baustoff gesetzt wird und Holz in der Vergangenheit immer weiter in den Hintergrund gerückt ist, spielt der altehrwürdige Baustoff nun offensichtlich wieder eine größere Rolle in der Architektur.

In den vergangenen Monaten wurden unter anderem in Österreich und Norwegen die höchsten Holzgebäude weltweit errichtet – in Tokio plant man einen Wolkenkratzer. Doch warum setzt man jetzt wieder auf den beliebten Rohstoff der Natur? Mit diesen technologischen Entwicklungen eröffnen sich völlig neue Perspektiven und Holz wird zum High- Tech-Material. Dieses intelligente Holz könnte zahlreiche innovative Anwendungen bieten; beispielsweise als Sensor, um in Wohnräumen das Klima zu regulieren. Derart neue Funktionen und Eigenschaften versprechen eine spannende Entwicklung – intelligentes Holz schafft so vielleicht den Sprung zum Baustoff der Zukunft.

Mit Holz umweltschonend bauen



Holz als Baustoff für Stadtgebiete – Was gibt es zu beachten?

Die Herstellung von Zement und damit Beton verursacht enorme CO2-Emissionen. Holz dagegen ist als natürlicher und nachwachsender Rohstoff wesentlich klimaschonender. Die Erforschung neuer Produktionstechnologien und intelligenten Eigenschaften von Holz wird die Klimaverträglichkeit des Baustoffes weiter verbessern. Damit hat Holz gegenüber konventionellen Baustoffen einen klaren Vorteil.

Verwendet man Holz als Baustoff für mehrstöckige Häuser in einem Stadtgebiet, so sind vor allem die Faktoren Schnelligkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit zu beachten. Als Trägermaterialen werden hauptsächlich Brettschichtholz (GLT) und Brettsperrholz (CLT) verwendet – beide überzeugen mit extremer Sicherheit und Vielseitigkeit. Höhere Kosten (10 %) für das Tragwerk im mehrgeschossigen Wohnungsbau werden durch kürzere Bauzeiten und geringere Transportkosten ausgeglichen. Wird in Zukunft der Herstellungsprozess so optimiert, dass es zu weniger Ausschuss kommt und das Holz sowohl GLT- als auch CLT-Eigenschaften aufweist, würde sich der Gesamtkostenpreis massiv verringern.

Fichte ist dank ihrer einfachen Verarbeitung und positiven Baustoffeigenschaften eine beliebte Baumart. Aufgrund des vom Klimawandel verursachten Rückgangs von Nadelwäldern, braucht es neben der optimierten Ausschöpfung des Wertschöpfungspotenzials aber auch verbesserte Herstellungsverfahren, um die knapper werdenden Ressourcen zu effizienten Baustoffen machen. So kann die Wirtschaftlichkeit von Holz als Baustoff weiterhin gesteigert werden.

Intelligentes Holz der Baustoff der Zukunft?

Das Hoho in Wien mit einer Höhe von 84 Metern, das Mjøstårnetin Brumunddal in Norwegen und viele mehr – diese beeindruckenden Leuchtturm-Holzbauten spiegeln das große Potenzial des Baustoffes Holz wider.

Nanotechnologische Forschung auf Basis von lignozellulosehaltigen Materialien kann künftig ein ganzes Spektrum an neuen Funktionen und effizienteren Prozessen ermöglichen. Im Labor könnte man dank der flexiblen Anpassungsmöglichkeiten der chemischen Holzbestandteile Zellulose, Lignin und Hemizellulose somit aus Holz selbst den optimalen Baustoff gewinnen. Mit diesen technologischen Entwicklungen eröffnen sich völlig neue Perspektiven und Holz wird zum High- Tech-Material. Dieses intelligente Holz könnte zahlreiche innovative Anwendungen bieten; beispielsweise als Sensor, um in Wohnräumen das Klima zu regulieren. Derart neue Funktionen und Eigenschaften versprechen eine spannende Entwicklung – intelligentes Holz schafft so vielleicht den Sprung zum Baustoff der Zukunft.